|
Geschrieben von Saven van Dorf
|
|
Freitag, 29. Mai 2009 |
|
Du fragst nach der Uhrzeit und Ich sage: es ist schon spät Zu spät für die Schuhe mit den hohen Absätzen Sieh zu mir auf, blicke in die Falle. Keine Tränen sind ein Ascheregen. Auf der Suche nach der Quelle Trug mich der Kranich weit hinaus aufs Meer Wir zogen unsere Kreise über englischen Röhren Durch die nur fast der Götter Nahrung floß Und der Proviant nach französischer Art Reichte nicht Nicht bis in die Katakomben Eritreas, wo ich, Hungriger Schlüssel, Im falschen Schlosse festgerostet Den Ausweg versperrte. Teuer bezahlt und doch umsonst unsere Müh'. Strikt folgen Deine Füße dem Muster, dem Takt Der Kanonen des Bürgerkriegs. "Was scheren mich unsere Bürger?", rufst Du Suchst die Schutzlosigkeit zwischen den Löwen Gottverlassen, gläubig Trinkst Du den Wein Fächelst Dir heißen Wüstenwind zu. Vergänglichkeit lauert In einem Glas auf der Bar. Deine Rechnung geht nicht auf Zu abstrakt, die Vorzeichen falsch Und das Ergebnis langweilt Dich. Verspielt zeichnet Dein Finger Mein Herz in die Milch auf dem Holz Und Du fragst nach der Uhrzeit und Ich sage: es ist schon spät.
|